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Diakonisches Werk hilft weiter!

Essen auf Rädern und Beratungsdienste werden weiterhin angeboten.

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„Bei uns laufen die Telefone heiß“, berichtet Irina Porada, Leiterin des Diakonischen Werkes. „Menschen suchen nach Hilfe während der Coronakrise und sind völlig verzweifelt.“

Die Coronapandemie stellt viele Menschen vor besondere Probleme und Herausforderungen. Ausgangsbeschränkungen, Hamsterkäufe, soziale Distanz, all das schürt die Ängste, insbesondere von Menschen mit psychischen Erkrankungen oder in schwierigen Lebenslagen. Auch die fehlende Tagesstruktur z.B.: Gang zur Arbeit, Schließung der Geschäfte, Institutionen und Hilfseinrichtungen lassen negative Gedanken kreisen und belasten ungemein. Unser aller Alltag ist eingeschränkt und nichts ist mehr, wie es noch vor zwei Wochen war.

Um diese psychischen Belastungen meistern zu können, bedarf es einem offenen Ohr und professioneller Unterstützung. „Wir sind und bleiben für die Menschen da!“, sagt Porada, die mit ihrem Team die Arbeit des Diakonischen Werkes weiterhin täglich für Hilfesuchende aufrechterhält.

„Uns erreichen täglich viele Anfragen. Viele davon werden im Rahmen der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle sowie der Sucht- und Glücksspielsuchtberatung telefonisch geklärt. Aber auch die selbständige junge Frau – mit ihrem 1-Frau Betrieb bittet um Unterstützung und Hilfe, weil sie große Existenzängste hat, und einfach mal jemanden braucht, der ihr zuhört,“ erzählt Porada. „Ebenso Menschen aus der Risikogruppe oder deren Angehörige, die nicht wissen, wie sie die Eltern oder Großeltern versorgen sollen, melden sich bei uns. Unser Mittagsmenü von Essen auf Rädern wird weiter – auch noch an den Wochenenden- im Kreis Weilburg ausgefahren!“ informiert Irina Porada.

Ebenso teilt sie mit, dass die Schwangerenkonfliktberatung sogar immer noch persönlich erfolgt, selbstverständlich unter den wichtigen Hygiene- und Abstandsbedingungen.

Die Teilhabeberatung (EUTB) hilft ebenfalls sowohl telefonisch als auch per Mail gerne weiter und vermittelt Kontakt zu aktiven Nachbarschaftshilfen.

Das Diakonische Werk hat ein Notfallteam mit Präsenzzeiten zusammengestellt. Alle Mitarbeiter sind überaus motiviert und bereit, weiterhin ihre Arbeit aufrecht zu erhalten und für die Menschen im Landkreis konstant da zu sein. „Wir sind ein tolles Team“, sagt Irina Porada, „das durch die Coronakrise noch näher zusammengerückt ist.“ So können auch die Stamm Klienten aus dem Betreuten Wohnen, der Tagesstätte für psychisch erkrankte Menschen, der Sozialpädagogischen Familienhilfe und dem Betreuungsverein beruhigt jederzeit ihre Bezugsmitarbeiter um Hilfe bitten und ihre Nöte mitteilen. Dieses Erlebnis von sich Verstanden und zugehörig fühlen bietet für viele einen großen Trost.

Telefonberatung Montag- Freitag von 9.00h – 12.00h und Montag- Donnerstag von 13.00h – 15.00h.

Mailanfragen an: porada@dw-limburg-weilburg.de

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EUTB
Telefonberatung Montag-Donnerstag 08.00 – 17.00h Freitag 08.00 – 12.00h 06431-2174255 Mail: eutb@dw-limburg-weilburg.de oder eutb.limburg@web.de

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Die Kleiderstube ist zum Schutze unserer ehrenamtlichen Helfer*innen und Kunden bis auf Weiteres geschlossen. Kleiderspenden können daher leider zurzeit nicht entgegengenommen werden.

CORONA VIRUS / 20.03.2020 / Infos zu Gruppenangeboten

Alle Gruppenangebote im Bereich Sucht- und Glücksspielsuchtberatung, des Psychosozialen Zentrums,
Pegasos, MiKidS  und JuWel fallen bis auf Weiteres aus.

Sicher haben Sie, auch im eigenen Interesse, dafür Verständnis.

CORANA VIRUS / 20.03.2020 / Infos zur Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung

Schwangerschaftskonfliktberatung  wird auch weiterhin persönlich stattfinden.  Wir bitten Sie jedoch telefonisch einen Termin zu vereinbaren. Kinder bitte zu Hause lassen! Andere Beratungen werden zur Zeit telefonisch angeboten und Anträge entsprechend gestellt. 

Sicher haben Sie, auch im eigenen Interesse, dafür Verständnis.

CORONA VIRUS / 20.03.2020 / Infos zur Kleiderstube

Die Kleiderstube ist bis auf Weiteres geschlossen! Wir können leider aus hygienischen Gründen momentan keine Kleiderspenden annehmen.

Sicher haben Sie, auch im eigenen Interesse, dafür Verständnis.

CORONA VIRUS / 20.03.2020 / Wir sind für Sie da!

Unsere Beratungen finden weiterhin statt. Bitte wenden Sie sich telefonisch an uns, wenn Sie beraten werden möchten.

Telefonisch sind wir Montag – Freitag von 9.00h – 12.00h und  Montag – Donnerstag von 13.00h bis 15.00h  für Sie da.

Die Suchtberatung erreichen Sie zur Zeit unter Tel.: 01573-4444194 oder suchtberatung-limburg@web.de

Die Betreuende Grundschule in Limburg und Lindenholzhausen findet erst zu Schulbeginn wieder statt. 

Sicher haben Sie, auch im eigenen Interesse, dafür Verständnis.

Energieversorgung Limburg unterstützt MiKids-Projekt mit 1.500 Euro

„Gute Arbeit muss wertgeschätzt werden“ – unter diesem Motto spendet die Energieversorgung Limburg (EVL) bereits seit einigen Jahren in der Weihnachtszeit insgesamt 3.000 Euro an Organisationen, die sich für das Wohl der Menschen innerhalb der Region einsetzen. In diesem Jahr hat die Arbeit des MiKids-Projekts des Diakonischen Werkes Limburg-Weilburg überzeugt, als eine von zwei wohltätigen Organisationen zu Weihnachten mit einer Geldspende bedacht zu werden. 

„Im Vordergrund steht dabei der Gedanke, anderen Menschen zu helfen“, sagte Gert Vieweg, Geschäftsführer der EVL, bei der gestrigen Spendenübergabe an das Diakonische Werk Limburg-Weilburg und den Malteser Hilfsdienst e. V.  Irina Porada, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Limburg-Weilburg, und Carsten Höhler, Leiter des MiKids-Projekts, nahmen die Spende dankend entgegen: „Das ist eine richtige Motivation für unsere Arbeit im kommenden Jahr.“

von li. nach re.: Carsten Höhler und Irina Porada (Diakonisches Werk Limburg-Weilburg) nahmen die Spende am 18. Dezember 2019 von Gert Vieweg (EVL) zusammen mit zwei Mitarbeitern des Malteser Hilfsdienst e. V. entgegen.

 

MiKids-Angebot des Diakonischen Werkes Limburg-Weilburg

Das pädagogische Gruppenangebot „MiKids – Miteinander Kinder stärken“ des Diakonischen Werks Limburg-Weilburg ist auch im Jahr 2020 wieder für Kinder da, deren Vater oder Mutter von einer psychischen Krankheit betroffen oder davon bedroht sind. Das Programm richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 15 Jahren. MiKids wird von dem Stiftungsfonds DiaKids der Stiftung Diakonie Hessen und der Rentenlotterie Glücksspirale gefördert. 

Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat wird das Programm in den Räumlichkeiten des Diakonischen Werks Limburg-Weilburg (Bahnhofsplatz 2a, 65549 Limburg) angeboten. Folgende Termine sind von Januar bis April 2020 geplant:

  • 07. Januar 2020, 15 bis 16.30 Uhr Brettspiele
  • 21. Januar 2020, 15 bis 16.30 Uhr Besuch der Eissporthalle
  • 04. Februar 2020, 15 bis 16.30 Uhr Waffelbacken
  • 18. Februar 2020, 15 bis 16.30 Uhr „Hold the line“ – Slackline und Kooperationsspiele
  • 03. März 2020, 15 bis 16.30 Uhr Wunschkochen
  • 17. März 2020, 15 bis 16.30 Uhr Wir basteln und sägen – Kreativer Nachmittag
  • 07. April 2020, 15 bis 16.30 Uhr Ostereierfärben
  • 21. April 2020, 15 bis 16.30 Uhr Minigolf 

Bei Fragen und Interesse wenden Sie sich bitte an:
Telefon: 06431 / 2174-0 oder E-Mail: mikids-diakonie@t-online.de

Weitere Informationen unter:
www.dw-limburg-weilburg.de/mikids/

 

Lebenslust statt Körnermüsli - Dr. Manfred Lütz feierte den Genuss auf Jubiläumsveranstaltung der Diakonie

Lebenslust wird in Limburg großgeschrieben – über 750 Gäste folgten am Donnerstag, den 26. September 2019, der Einladung des Diakonischen Werkes Limburg-Weilburg in die Stadthalle. Gefeiert wurde das 30-jährige Jubiläum der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle und der Suchtberatung mit einem satirischen Vortrag des Mediziners, Theologen und Kabarettisten Dr. Manfred Lütz und einem begleitenden Genussmarkt im Foyer. Dr. Lütz begeisterte das Publikum mit feinen Spitzen gegen den Gesundheits- und Fitnesswahn und gleichzeitig auch ernsteren Tönen zum Zustand des Gesundheitssystems in Deutschland. Seinem Plädoyer das Leben zu genießen, beherzigten im Anschluss viele Besucher mit einer Kugel Eis oder einem Stück Schokolade an den Ständen von Eis Lazzaris oder Das Schokoladenhaus.  

     

 

Essen auf Rädern - Wir sind weiterhin täglich für Sie da!!!

Damit Sie oder Ihre älteren Angehörigen, auch in schwierigen Zeiten einmal täglich eine warme Mahlzeit erhalten, fahren wir weiterhin täglich unsere warmen, frisch gekochten Mittagsmenüs aus. Kontakt: 06471-7805 oder 06431 – 2174101 – Email: EAR@dw-limburg-weilburg.de

 

»Glücksspiel? – Hau‘ Dein Geld doch gleich in die Tonne!« Hessenweiter Aktionstag zur Glücksspielsucht

Am 25. September 2019 wurde in Limburg und anderen 12 hessischen Städten Geld in Mülltonnen geworfen, um zu demonstrieren, wie unwahrscheinlich ein Gewinn beim Glücksspiel ist. Uwe Schaar und Anna Kolmogorzew von der Suchtberatung des Diakonischen Werkes Limburg-Weilburg standen am Aktionstag vor der Evangelischen Kirche für Fragen zur Verfügung. Im Rahmen des hessenweiten Aktionstages zur Glücksspielsucht unter dem Motto »Glücksspiel? – Hau‘ Dein Geld doch gleich in die Tonne!« wollten die Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) und die – mit Landesmitteln finanzierten – regionalen Fachberatungen auf die Risiken von Glücksspielen aufmerksam machen.

In 13 Städten informierten die regionalen Fachberater*innen für Glücksspielsucht über die Gefahren von Glücksspielen und ihr Suchtpotenzial. Als Blickfang wurden in den Fußgängerzonen große Mülltonnen aufgestellt, aus denen überdimensionale Geldscheine ragten. Sie sollten das Interesse der Passant*innen wecken und viele Menschen über Glücksspielsucht, hohe Verluste und Risiken miteinander ins Gespräch bringen sowie auf die Beratungsmöglichkeiten vor Ort aufmerksam machen. Die Geldscheine boten neben Fakten zum Geldverlust auch die Kontaktdaten der regionalen Fachberatung.

In Hessen haben mehr als 37.000 Menschen massive Probleme mit Glücksspielen. Hinzu kommen zahlreiche Angehörige, die von dieser Problematik mitbetroffen sind. Glücksspielsucht ist eine Krankheit. Sie bestimmt den Alltag von pathologischen Spieler*innen. „Wenn der Nervenkitzel und die Sehnsucht nach dem großen Gewinn zum alles beherrschenden Motiv des Spielens wird, geht es um Glücksspielsucht. Die Folgen dieser Sucht – wie etwa Verschuldung, zerstörte Familien und Suizid(versuche) – sind für die Betroffenen wie für deren Angehörige verheerend“, berichtet Susanne Schmitt, Geschäftsführerin der HLS. 

Das Geschäft mit dem Glücksspiel floriert. Spielhallen-Landschaften, Sportwettbüros und Online-Glücksspiele boomen und bescheren den Anbietenden hohe Umsätze. In Hessen ist das Glücksspielangebot vielerorts sichtbar, rund um die Uhr verfügbar und inzwischen Begleitung auf Schritt und Tritt: über 2.000 staatliche Lotterieannahmestellen, 4 Spielbanken, über 18.000 Geldspielgeräte in Spielhallen und Gaststätten und zahlreiche bisher unlizenzierte Sportwettbüros. Hinzu kommen über 4.000 Websites mit Angeboten zu Online-Glücksspielen. „Menschen, die sich dem umfangreichen und stets zur Verfügung stehenden Glücksspielangebot nicht entziehen können und ein pathologisches Glücksspielverhalten entwickeln, benötigen fachliche Hilfe und Unterstützung“, sagt Daniela Senger-Hoffmann, Landeskoordinatorin für Glücksspielsucht in der HLS. Denn Glücksspielsucht ist überwindbar! Beratung und Therapie sowie auch Selbsthilfegruppen können die Spieler*innen und deren Angehörige unterstützen.

Für Rückfragen steht die Landeskoordinatorin für Glücksspielsucht der HLS, Daniela Senger-Hoffmann, unter der Rufnummer 069-71 37 67 77 zur Verfügung.
Weitere Informationen finden sie bei der HLS auch unter www.hls-online.org

Um den Weg in die Glücksspielsucht zu vermeiden und den bereits Betroffenen wie auch Angehörigen Hilfen anbieten zu können, finanziert das Land Hessen seit 2008 an 13 Standorten 15 Fachberatungen für Glücksspielsucht, die in das bestehende hessische Suchthilfesystem integriert sind. Weiterhin stellt das Land Mittel für eine landesweite Koordination bei der HLS zur Verfügung. Diese zusätzlichen Personalstellen werden von dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport im Rahmen des Glücksspielstaatsvertrages bereitgestellt.

 

 

Drei Jahre Hilfe für psychisch Erkrankte und ihre Familien - „MiKidS“ der Diakonie Limburg-Weilburg lässt Kinder Kind sein

Mit seinem Projekt „MiKidS – Miteinander Kinder Stärken“ hilft das Diakonische Werk Limburg-Weilburg Kindern aus der Region, deren Eltern unter psychischen Erkrankungen leiden oder davon bedroht sind – und das seit inzwischen drei Jahren. Ins Leben gerufen im Spätsommer 2016 möchte das Angebot Jungen und Mädchen zwischen 6 und 15 Jahren eine Auszeit von ihrem Alltag bieten. Finanziell unterstützt wird es aus Lottogeldern.

Gemeinsam Waffeln backen, Brettspiele oder Minigolf spielen: In vielen Familien mit Kindern sind das beliebte Freizeitaktivitäten. Doch die bleiben meist auf der Strecke, wenn die Eltern mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen haben. Die Leidtragenden sind dann oft die Jüngsten, weiß Carsten Höhler, Bereichsleiter des Psychosozialen Zentrums der Diakonie Limburg-Weilburg: „Meist findet in diesen Fällen eine Umkehr der sozialen Rollen statt. Die Kinder übernehmen Verantwortung für Dinge, die eigentlich ihre Eltern stemmen sollten. Sie kümmern sich um Geschwister, spenden Trost, schmeißen den Haushalt. Und laufen dabei Gefahr, selbst eine psychische Störung zu entwickeln.“ Betroffenen Kindern ein spielerisches Ausbrechen aus diesem Alltag zu ermöglichen und nebenbei den Austausch mit Gleichgesinnten, so lauten die Ziele des Projekts „MiKidS – Miteinander Kinder stärken“ der Diakonie Limburg-Weilburg.

Rund 8 Kinder zwischen 6 und 15 Jahren kommen hier zweimal im Monat nachmittags in den Diakonie-Räumen am Limburger Bahnhofsplatz zusammen – stets unter Aufsicht einer geschulten Betreuerin. „Bei gemeinsamen Aktivitäten wie Basteln, Kochen und Backen oder auch einem Ausflug in die Region können die Teilnehmer für eineinhalb Stunden einfach sie selbst sein. Gleichzeitig lernen sie andere Kinder kennen, denen es ähnlich geht“, erklärt Jasmin Kirschey von der Diakonie Limburg-Weilburg, die das Angebot als Gruppenleiterin begleitet. In diesen Tagen feiert „MiKids“ sein dreijähriges Bestehen, von Anfang an unterstützt wird es aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale von LOTTO Hessen in Höhe von 27.292,80 Euro.

Dass „MiKidS“ bei den Kindern so gut ankommt, freut Kirschey am meisten: „In den letzten Jahren ist da eine richtige kleine Gemeinschaft entstanden – mit engem Draht untereinander, aber auch zur Gruppenleiterin. Nur so kann auch Unangenehmes zur Sprache kommen, nur so können wir mit den Mädchen und Jungen nach Lösungen suchen. Etwa auch auf den Abhol- und Bringfahrten.“ Da viele Eltern ihre Kinder nicht fahren können, bietet ihnen die Diakonie einen Fahrdienst. Mit einem Dienstwagen sammeln Mitarbeiter die Teilnehmer aus dem Limburger und Weilburger Umland ein. „Manchmal verlegen wir unser Angebot auch in die Räume der evangelischen Pfarrgemeinde in Weilmünster. Viele Kinder kommen aus der Ecke, das macht es für die Eltern dann einfacher. Ohne diesen Service ginge es nicht“, betont Kirschey.

Noch bis Herbst ist der Fahrdienst ebenso wie die pädagogische Betreuung der Kinder dank der Lottogelder gesichert, bis zum Jahresende kommt außerdem von der Diakonie-Stiftung DiAKidS finanzielle Hilfe. Und auch danach soll es weitergehen. „Wir hoffen, dass wir auch im nächsten Jahr wieder auf die Unterstützung von LOTTO Hessen bauen können, denn wir haben noch viel vor“, sagt Höhler. So ist zum Beispiel geplant, dass Gruppenangebot mehr Kindern und Jugendlichen zur Verfügung zu stellen und es langfristig in eine Kinder- sowie eine Jugendgruppe auszuweiten. Bislang trifft sich die „MiKidS“-Gruppe jeden ersten und dritten Dienstag im Monat.

Über die Pläne der Diakonie Limburg-Weilburg freut sich Nebil Kaplan von LOTTO Hessen: „Großartig, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier in den letzten drei Jahren aufgebaut haben – mit viel Feingefühl und großem Engagement. Ein sensibles Projekt wie dieses braucht Zeit zum Gedeihen. Umso schöner, dass wir mit Lottogeldern dazu beitragen.“

Allein im vergangenen Jahr kamen rund 134,9 Millionen Euro aus Lotteriemitteln von LOTTO Hessen dem Gemeinwohl zugute. Neben sozialen Einrichtungen im Land profitierten davon auch Projekte aus den Bereichen Denkmalpflege, Kultur, Sport und Umwelt.

Mit dem Projekt „MiKidS – Miteinander Kinder stärken“ unterstützt das Diakonische Werk Limburg-Weilburg Kindern aus der Region, deren Eltern unter psychischen Erkrankungen leiden oder davon betroffen sind. Das Projekt, das seit drei Jahren besteht, wird aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale in Höhe von 27 292,80 Euro unterstützt. Im Bild (von links): Irina Porada, Leiterin des Diakonischen Werks, Nebil Kaplan von LOTTO Hessen, Projektgruppenleiterin Jasmin Kirschey und Carsten Höhler, Bereichsleiter des Psychosozialen Zentrums der Diakonie Limburg-Weilburg.

Am Wochenende schon was vor? Essen auf Rädern der Diakonie in Weilburg sucht ehrenamtliche „Essensboten“

Damit ältere oder behinderte Menschen so lange wie möglich in ihrem gewohnten Zuhause bleiben können, bietet das Diakonische Werk in Weilburg frisch gekochtes, warmes Essen von „Essen auf Rädern“ im Bereich des ehemaligen Oberlahnkreises (Mengerskirchen, Weilburg, Weilmünster) an. 
Das Team aus hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sucht neue ehrenamtliche „Essensboten“, die vor allem an Wochenenden und Feiertagen die Fahrdienste übernehmen. 
Voraussetzungen sind ein Führerschein der Klasse B (alt: Klasse 3), Zuverlässigkeit und Freude am Umgang mit Menschen – natürlich findet eine umfassende Einweisung statt und die ersten Touren werden zusammen mit einem erfahrenen Kollegen gefahren.

Wenn Sie Fragen haben, oder sich ein regelmäßiges Engagement vorstellen können, freuen wir uns, Sie kennenzulernen. Bei konkretem Interesse kann gerne ein „Schnuppertag“ vereinbart werden. Alle Infos rund ums Ehrenamt bei „Essen auf Rädern“ gibt es bei Ute Nickel (Diakonisches Werk Limburg-Weilburg, Frankfurter Straße 33,
35781 Weilburg), Telefon: 06471 / 7805, E-Mail: ear@dw-limburg-weilburg.de

Brandschutzschulung der Diakonie-Mitarbeiter in Westerburg

Damit unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Notfall fachgemäß eingreifen können, absolvierten fünf von Ihnen Ende Mai eine professionelle Brandschutzschulung in Westerburg. Auf dem Gelände des Diakonischen Werkes Westerwald wurde gemeinsam mit den dortigen Kolleginnen und Kollegen sowie aus Dillenburg und des Diakonischen Werks Rhein-Lahn Brandherde gelöscht und über Vorsorgemaßnahmen informiert – bei allem kam der Spaß nicht zu kurz und alle Teilnehmer waren mit großem „Feuereifer“ dabei.

Brandschutzschulung 1

Brandschutzschulung 2

Neuregelung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche: Angebot der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung des Diakonischen Werkes Limburg-Weilburg bleibt sehr wichtig

Anfang Februar 2019 wurde der Gesetzentwurf um das sogenannte Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche (Paragraf 219a) verabschiedet. Schwangere sollen sich künftig einfacher über Möglichkeiten für einen Schwangerschaftsabbruch informieren können. Das Werbeverbot selbst bleibt bestehen, Ärzte und Klinken dürfen aber öffentlich, zum Beispiel auf der eigenen Internetseite, darüber informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. „Über Methoden, Risiken, Folgen und Kosten wird weiterhin geschwiegen. Dies erschwert es Frauen, vor allem in prekären Situationen, Zugang zu den für sie elementaren Informationen zu finden. Diese Auskünfte sind für eine verantwortungsvolle Entscheidung jedoch sehr wichtig“, meint Christine Wirth, Schwangerschaftskonfliktberaterin des Diakonischen Werks Limburg-Weilburg.

Ärzte sollen zudem auf weitere Informationen neutraler Stellen hinweisen dürfen, etwa durch Links auf ihrem Internetauftritt. Weiterhin wird die Bundesärztekammer zukünftig eine zentrale Liste mit Ärzten, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen führen, die Abbrüche vornehmen – mit Angaben zu angewandten Methoden. Die Liste soll monatlich aktualisiert und von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Internet veröffentlicht werden. „Jeder Abbruch ist ein tiefgreifender und entscheidender Eingriff in das Leben einer Frau. Von daher ist es notwendig, dass die Frauen alle Informationen auf eine einfache und für sie verständliche Weise bekommen. Daher empfehlen wir neben der Lektüre von Informationen ein ausführliches persönliches Beratungsgespräch. Unsere Beratungen sind ganzheitlich, psychosozial, ergebnisoffen und umfassen viel mehr als nur medizinische Informationen“, so Wirth.

Das Diakonische Werk Limburg-Weilburg berät Frauen und Paare in Schwangerschaftskonfliktsituationen. Das Beratungsangebot umfasst auch die Nachsorge nach einem Schwangerschaftsabbruch. Terminvereinbarung für die Beratung in Limburg oder Weilburg bei
Christine Wirth, Tel.: 06431 / 2174 -130, E-Mail: wirth@dw-limburg-weilburg.de.
Weitere Informationen unter www.dw-limburg-weilburg.de/schwangerenberatung/

Kreis Limburg-Weilburg und Diakonisches Werk arbeiten bei der Familienhilfe auch in Zukunft eng zusammen - Eine bewährte Kooperation wird weiter intensiviert

Der Landkreis Limburg-Weilburg und das Diakonische Werk Limburg-Weilburg haben mit der Unterzeichnung eines neuen Vertrages über die Errichtung, den Betrieb und die Finanzierung eines Fachdienstes „Sozialpädagogische Familienhilfe“ eine noch intensivere Zusammenarbeit besiegelt. „Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) ist eine Pflichtleistung der öffentlichen Jugendhilfe. Sie soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben“, betonte Landrat Manfred Michel bei der Vertragsunterzeichnung im Kreishaus in Limburg. Diese ambulante Form der Hilfe zur Erziehung erfordere aber auch in erheblichem Maße die Mitarbeit und Veränderungsbereitschaft der Familien.

Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen laut Gesetzgeber die freiwillige Tätigkeit auf dem Gebiet der Jugendhilfe fördern, wenn der jeweilige Träger die fachlichen Voraussetzungen für die geplante Maßnahme erfüllt. Das Diakonische Werk erfüllt diese Voraussetzungen. Im Landkreis Limburg-Weilburg bietet das Diakonische Werk seit 1985 Sozialpädagogische Familienhilfe als Maßnahme der ambulanten Erziehungshilfe an. Die Finanzierung des dort vorgehaltenen Fachdienstes wurde mit einem Vertrag ab 1. Januar 2004 grundlegend neu geregelt. Der Bedarf an SPFH steigt allerdings seit Jahren kontinuierlich an. Daher wurden bereits durch den ersten Änderungsvertrag zum 1. August 2012 die vertraglich vereinbarten Kapazitäten von bisher 2,0 Stellen auf 3,0 Stellen erhöht. „Inzwischen stehen wir erneut vor der Situation, dass die vertraglich vereinbarten Kapazitäten beim Diakonischen Werk nicht mehr ausreichen, um den Bedarf zu decken. Aus diesem Grund musste unser Amt für Jugend, Schule und Familie für die Durchführung der zusätzlichen kostenintensiven Hilfen in Einzelfällen andere freie Träger beauftragen. Aufgrund des sich weiter abzeichnenden Mehrbedarfs wurde der Ansatz im Haushaltsplan 2018 des Landkreises Limburg-Weilburg auf 325.000 und für das Haushaltsjahr 2019 auf 350.000 Euro erhöht“, so Landrat Manfred Michel.

Die Kooperation mit einem auf diese intensive Hilfeleistung spezialisierten freien Träger wie dem Diakonischen Werk biete für den Landkreis zahlreiche Vorteile. Es gelte daher, diese gute Zusammenarbeit fortzusetzen und bedarfsgerecht auszubauen. Die bewährte Verfahrensweise und die bestehenden Kooperationsvereinbarungen seien für die erfolgreiche Steuerung der Einzelfallhilfen von großer Bedeutung. Die Förderung soll auf vier Vollzeitstellen ausgeweitet werden, sagte Landrat Manfred Michel abschließend.


Irina Porada, Leiterin des Diakonischen Werks und Landrat Manfred Michel (unten, von links) unterzeichneten im Kreishaus den neuen Vertrag. Darüber freuten sich auch der Leiter des Amtes für Jugend, Schule und Familie, Joachim Hebgen, und Fachdienstleiter Uwe Hannappel (oben, von links).

Jugendarbeit in Weilburg wird jünger und macht schlauer - Jugendtreff Juwel bietet ab sofort Extra-Programm für Jugendliche von 11 bis 13 Jahren und Lerntreff an

Seit fast zwei Jahren ist der Jugendtreff Juwel in der Hainkaserne dreimal in der Woche für Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren geöffnet. Seit dem 1. Oktober 2018 sind auch die 11-bis 13-Jährigen eingeladen, in den Jugendtreff zu kommen – montags von 16 bis 18 Uhr. „Immer wieder haben mich Jüngere angesprochen, dass sie gerne den Jugendtreff besuchen würden. Aber durch die Arbeit im Jugendtreff war mir klar, dass die Interessen der verschiedenen Altersgruppen zu unterschiedlich sind, da die meisten Jugendlichen, die den Jugendtreff besuchen, um die 14 Jahre alt sind. Daher kam mir der Gedanke, einen Treff für jede Altersspanne zu etablieren“, erklärt Julia Feuerstake, Leiterin des Projekts Juwel und Mitarbeiterin des Diakonischen Werkes Limburg-Weilburg das neue Angebot. „Es sollen sich sowohl die Jüngeren wohlfühlen und ausprobieren können, als auch die ab 14-Jährigen unter sich sein können.“

Der Jugendtreff Juwel ist Teil der Gemeinwesenarbeit des Diakonischen Werkes Limburg-Weilburg in Kooperation mit der Stadt Weilburg und dem Caritasverband. Die Öffnungszeiten für Jugendliche von 12 bis 20 Jahren sind bislang montags und dienstags von 16 bis 19 Uhr und freitags von 14:30 bis 17 Uhr. Freitags ist Aktionstag, an dem auch außerhalb des Jugendtreffs Projekte oder Tagesfahrten stattfinden. Ab dem 1. Oktober 2018 ändert sich montags die Öffnungszeit für alle ab 14 Jahren auf 18 bis 20 Uhr.

Der Jugendtreff bietet Jugendlichen einen sicheren Ort, an dem sie sich treffen und ausprobieren können. Durch verschiedene Angebote wie Handwerken, Kickern, Malen, Spielen und Fahrradfahren lernen sie ihre Stärken kennen und können ihre Fähigkeiten erweitern. Angebote, Aktionen und Projekte werden gemeinsam von der Projektleiterin und den Jugendlichen entwickelt.

Schulübergreifender Lerntreff – für alle offen
Dazu gehört auch der Lerntreff, der seit Anfang September im Anschluss an den Spiel- und Lerntreff im Treffpunkt in der Schwanengasse 3 (Jeden Donnerstag von 14:30 bis 16:30 Uhr) von 16 bis 17:30 Uhr stattfindet, um auch Jugendlichen, die bis 16 Uhr in die Schule gehen, die Teilnahme zu ermöglichen. Ziel des Lerntreffs ist eine niedrigschwellige Hilfe bei Hausaufgaben und Lernen sowie bei Bewerbungen – unabhängig vom Schultyp. Der Lerntreff hat zwar den Fokus Jugendliche, ist aber prinzipiell offen für jedermann. Auch Menschen mit Migrationshintergrund, die Hilfe beim Erlernen der deutschen Sprache suchen, sind herzlich willkommen.

Weitere Informationen zu Juwel

Betreutes Wohnen des Diakonischen Werkes Limburg-Weilburg - 4 Fragen an Carsten Höhler, Bereichsleiter des Psychosozialen Zentrums

Was steckt hinter dem Angebot „Betreutes Wohnen“ des Diakonischen Werkes Limburg-Weilburg?
Betreutes Wohnen ist ein ambulantes Angebot für Menschen mit einer seelischen Behinderung oder einer chronischen psychischen Erkrankung. Die Menschen werden in ihrer eigenen Wohnungbetreut und regelmäßig zu Hause aufgesucht. Dabei geht es unter anderem um Unterstützung in der Haushaltsplanung und –organisation, Begleitung bei schwierigen Terminen, Besprechung der aktuellen Problemlagen, Unterstützung bei Behördenangelegenheiten oder Begleitung beim Verlassen des Hauses. Ein entscheidender Aspekt der Maßnahme ist immer der Aufbau einer Helfenden Beziehung zwischen Klient und Betreuer, durch die unsere Arbeit eigentlich erst möglich wird.

Für wen ist dieses Angebot und welches Ziel wird damit verfolgt?
Das Angebot ist für Menschen, die eigenständig leben können, aber Unterstützung in ihrer Lebensführung benötigen. Unser Ziel ist dabei immer die Klienten so zu unterstützen und anzuleiten, dass sie ihre Angelegenheiten zukünftig ohne Unterstützung erledigen können. Es geht also darum, unsere Klienten so zu fördern, dass wir irgendwann nicht mehr benötigt werden.

Wie sieht ein typischer Tagesablauf im Rahmen des „Betreuten Wohnens“ aus? Gibt es zusätzliche Unterstützung?
Einen typischen Tagesablauf gibt es so nicht. Die Klienten werden im Normalfall mindestens einmal pro Woche aufgesucht. Zusätzlich gibt es telefonischen Kontakt. Letztlich muss bei jedem Klienten im Einzelnen geschaut werden, welche Hilfe er benötigt und die Unterstützung entsprechend angepasst werden.

An wen kann man sich bei Fragen wenden?
Ansprechpartner bei Fragen sind alle Mitarbeiter des Betreuten Wohnens. Man kann sich aber auch direkt an mich (06431/2174-151; hoehler@dw-limburg-weilburg.de)  oder Gerti Roos (06431/2174-181; roos@dw-limburg-weilburg.de) wenden.