TOP QUOTEN! TOP GEWINNE! »Was denken Sie? Sind Sportwetten riskant?« Hessenweiter Aktionstag zur Glücksspielsucht am 26. September

Über 37.000 Menschen in Hessen haben Probleme mit Glücksspielen, darunter fallen auch Sportwetten. Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) und die örtlichen Fachberatungen für Glücksspielsucht wiesen am 26. September 2018 mit einer landesweiten Öffentlichkeitsaktion aktuell auf Risiken von Sportwetten hin. Die Sucht- und Glücksspielberatung des Diakonischen Werkes Limburg-Weilburg war mit einer interaktiven Bodenzeitung in der Limburger Innenstadt und einem Aktionsauto auf dem Parkplatz der WERKStadt vertreten.  

  

Sportliche Großereignisse wie die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft erhöhen die Attraktivität von Sportwetten. Hierbei wird selten in der Öffentlichkeit thematisiert, dass Sportwetten Glücksspiel sind, ihr Ergebnis maßgeblich vom Zufall abhängt und Suchtrisiken mit ihnen verbunden sind. Bereits Jugendliche zocken munter mit, sei es in Sportwettbüros, im Internet oder auf dem Handy, trotz der gesetzlichen Teilnahmebeschränkung ab 18 Jahren.

Auf riesigen Bodengrafiken und im Gespräch mit Fachberaterinnen und Fachberatern vor Ort konnte die hessische Bevölkerung ihre Ansicht zu Sportwetten kundtun. Die Aussagen auf den Bodenzeitungen wie „Auf Sportereignisse dürfen Alle wetten, egal wie alt sie sind“ regten zum Nachdenken, zum Mitmachen und Diskutieren an.

„Die Anreize und Aufforderungen, sich an Sportwetten zu beteiligen, sind im Alltag allgegenwärtig. Sportwettanbieter verpflichten mittlerweile namhafte Sportler als Markenbotschafter, die Millionen von Sportfans animieren ihr Wissen zu nutzen und Wetteinsätze zu tätigen“ kritisiert die Geschäftsführerin der HLS, Susanne Schmitt. „Durch Sportkenntnisse Geld machen zu können, ist ein Irrglaube, dem vor allem viele junge Männer ausgesetzt sind“, betont Susanne Schmitt. Laut einer aktuellen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) liegt die Teilnahmequote an Sportwetten der 18- bis 20-jährigen Männer bei 6,8 %. Auch aktive Sportlerinnen und Sportler gelten als gefährdet.

Gerade Sportwetten werden zunehmend online per Smartphone abgeschlossen. Dabei ist das Umgehen der Alterskontrolle besonders einfach. Der Jugendschutz, der Minderjährigen die Spielteilnahme untersagt, muss seitens der Anbieter sichergestellt und durch Kontrollen der Behörden überprüft werden, fordert die Landeskoordinatorin für Glücksspielsucht der HLS, Daniela Senger-Hoffmann. „Gerade junge Menschen zwischen 14 und 16 Jahren sind für die Risiken des Glücksspielens besonders empfänglich. Das Erzielen eines kurzzeitigen Erfolges führt zu einer Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, riskante Folgen werden nicht bedacht. Die Gefährdung für eine spätere Problementwicklung ist groß“, mahnt Senger-Hoffmann an.

Darüber hinaus bietet das HLS-Erklärvideo „Sportexperte=Wettexperte?“ Informationen zu den Gefahren von Sportwetten. Es ist in drei Sprachversionen (deutsch, arabisch und türkisch) verfügbar und unter dem Link www.wette-glueck.de abrufbar.

Weitere Informationen unter: www.hls-online.org