Kreis Limburg-Weilburg und Diakonisches Werk arbeiten bei der Familienhilfe auch in Zukunft eng zusammen - Eine bewährte Kooperation wird weiter intensiviert

Der Landkreis Limburg-Weilburg und das Diakonische Werk Limburg-Weilburg haben mit der Unterzeichnung eines neuen Vertrages über die Errichtung, den Betrieb und die Finanzierung eines Fachdienstes „Sozialpädagogische Familienhilfe“ eine noch intensivere Zusammenarbeit besiegelt. „Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) ist eine Pflichtleistung der öffentlichen Jugendhilfe. Sie soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben“, betonte Landrat Manfred Michel bei der Vertragsunterzeichnung im Kreishaus in Limburg. Diese ambulante Form der Hilfe zur Erziehung erfordere aber auch in erheblichem Maße die Mitarbeit und Veränderungsbereitschaft der Familien.

Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen laut Gesetzgeber die freiwillige Tätigkeit auf dem Gebiet der Jugendhilfe fördern, wenn der jeweilige Träger die fachlichen Voraussetzungen für die geplante Maßnahme erfüllt. Das Diakonische Werk erfüllt diese Voraussetzungen. Im Landkreis Limburg-Weilburg bietet das Diakonische Werk seit 1985 Sozialpädagogische Familienhilfe als Maßnahme der ambulanten Erziehungshilfe an. Die Finanzierung des dort vorgehaltenen Fachdienstes wurde mit einem Vertrag ab 1. Januar 2004 grundlegend neu geregelt. Der Bedarf an SPFH steigt allerdings seit Jahren kontinuierlich an. Daher wurden bereits durch den ersten Änderungsvertrag zum 1. August 2012 die vertraglich vereinbarten Kapazitäten von bisher 2,0 Stellen auf 3,0 Stellen erhöht. „Inzwischen stehen wir erneut vor der Situation, dass die vertraglich vereinbarten Kapazitäten beim Diakonischen Werk nicht mehr ausreichen, um den Bedarf zu decken. Aus diesem Grund musste unser Amt für Jugend, Schule und Familie für die Durchführung der zusätzlichen kostenintensiven Hilfen in Einzelfällen andere freie Träger beauftragen. Aufgrund des sich weiter abzeichnenden Mehrbedarfs wurde der Ansatz im Haushaltsplan 2018 des Landkreises Limburg-Weilburg auf 325.000 und für das Haushaltsjahr 2019 auf 350.000 Euro erhöht“, so Landrat Manfred Michel.

Die Kooperation mit einem auf diese intensive Hilfeleistung spezialisierten freien Träger wie dem Diakonischen Werk biete für den Landkreis zahlreiche Vorteile. Es gelte daher, diese gute Zusammenarbeit fortzusetzen und bedarfsgerecht auszubauen. Die bewährte Verfahrensweise und die bestehenden Kooperationsvereinbarungen seien für die erfolgreiche Steuerung der Einzelfallhilfen von großer Bedeutung. Die Förderung soll auf vier Vollzeitstellen ausgeweitet werden, sagte Landrat Manfred Michel abschließend.


Irina Porada, Leiterin des Diakonischen Werks und Landrat Manfred Michel (unten, von links) unterzeichneten im Kreishaus den neuen Vertrag. Darüber freuten sich auch der Leiter des Amtes für Jugend, Schule und Familie, Joachim Hebgen, und Fachdienstleiter Uwe Hannappel (oben, von links).